Glossar

Annuitätendarlehen

Ein Annuitätendarlehen ist ein Darlehen, bestehend aus einem Zins- und einem Tilgungsanteil, mit konstanten Rückzahlungsbeträgen. Im Gegensatz zum Tilgungsdarlehen bleibt die Höhe der zu zahlenden Rate über die gesamte Laufzeit gleich, sofern eine Zinsbindungsfrist vereinbart wurde.

Bürgschaft

Die Bürgschaft ist ein einseitig verpflichtender Vertrag, durch den sich der Bürge gegenüber dem Gläubiger eines Dritten verpflichtet, für die Erfüllung der Verbindlichkeiten des Dritten einzustehen. Der Gläubiger will sich durch die Bürgschaft für den Fall einer Zahlungsunfähigkeit seines Schuldners absichern.
Mit Bürgschaften unterstützt die Bürgschaftsbank Rheinland-Pfalz GmbH Unternehmen bei der Finanzierung von betriebswirtschaftlich förderfähigen Vorhaben, sofern von Unternehmerseite keine ausreichenden Sicherheiten zur Verfügung gestellt werden können. Es handelt sich dabei um Höchstbetragsbürgschaften, die gegenüber Kreditinstituten zur Verfügung gestellt werden.

Cashflow

Die Kennzahl Cashflow in der Bilanzanalyse und Kreditwürdigkeitsprüfung gilt als ein wichtiger Indikator der Zahlungskraft und des Innenfinanzierungspotenzials eines Unternehmens. Der Cashflow definiert sich als positiver, periodisierter Zahlungsmittelüberschuss der wirtschaftlichen Tätigkeit. Ein positiver Cashflow versetzt ein Unternehmen in die Lage, aus den Umsatzprozessen heraus Kredite ordnungsgemäß tilgen zu können.
Cashflow = Betriebsergebnis + Abschreibungen

De-minimis-Beihilfe

De-minimis-Beihilfe ist ein Begriff aus dem Subventionsrecht der Europäischen Union. Unter De-minimis-Beihilfen sind kleine Beihilfebeträge bis zu 200.000,00 Euro bezogen auf einen gleitenden Zeitraum von drei Kalenderjahren zu verstehen, die bei der EU-Kommission nicht notifiziert werden müssen.
Die Bürgschaftsbank ist verpflichtet, vom begünstigten Unternehmen eine schriftliche Erklärung zu verlangen, ob das Unternehmen innerhalb der letzten drei Jahre De-minimis-Beihilfen erhalten hat.

Eigenkapital

Eigenkapital sind dem Unternehmen zufließende Mittel, die als Leistungen der Gesellschafter einer Unternehmung zu deren Finanzierung aufgebracht oder als erwirtschafteter Gewinn im Unternehmen belassen wurden. Das Eigenkapital ist letztlich der Anteil der Eigentümer am Gesellschaftsvermögen, das den Gläubigern der Gesellschaft haftet. Der relative Anteil an der Bilanzsumme wird als Eigenkapitalquote bezeichnet.

Finanzierungsplan

In einem Finanzierungsplan werden die einzelnen Bausteine der Finanzierung (Eigenkapital, Darlehen usw.) den Aufwendungen (Anschaffungs- oder Herstellungskosten) gegenübergestellt. Die Summe der Finanzierung aus Eigen- und Fremdkapital muss mindestens die Summe des ermittelten Kapitalbedarfs ergeben.
Der Finanzierungsplan besteht aus drei Grundelementen:
- Aufwendungen: Kosten der zu finanzierenden Sache
- Eigenmittel: Eigenkapital und Eigenleistungen des Kreditnehmers
- Fremdmittel: benötigte Geldmittel, die nicht durch die Eigenmittel finanziert werden sollen/können.

Garantie

Generell übernimmt die Bürgschaftsbank Rheinland-Pfalz eine Garantie für von der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Rheinland-Pfalz bereitgestellte stille Beteiligungen. Eine Garantie ist ein wichtiges Sicherungsmittel im Bankgeschäft. Dabei verpflichtet sich der Garant, für einen künftigen Schaden ohne Rücksicht auf Verschulden einzustehen. Der Garant hat im Falle der Gewährleistung den Gläubiger so zu stellen, als ob der Schaden nicht entstanden wäre.

Höchstbeträge

Neue Höchstbeträge für Bürgschaften: Die Bürgschaftsbank kann seit 1. Januar 2013 Bürgschaften bis zu 1,25 Mio. Euro für die Finanzierung von betriebswirtschaftlich tragfähigen Vorhaben in Rheinland-Pfalz zur Verfügung stellen, sofern von Unternehmerseite keine ausreichenden Sicherheiten zur Verfügung gestellt werden können. Es handelt sich dabei um Höchstbetragsbürgschaften, die gegenüber Kreditinstituten zur Verfügung gestellt werden. Die Höchstbetragsbürgschaft ist eine besondere Form der Bürgschaft.

Investitionsstandort

In Deutschland gibt es 17 Bürgschaftsbanken. Sie stehen nicht miteinander im Wettbewerb, sondern sind – jeweils rechtlich und wirtschaftlich selbstständig – für die mittelständische
Wirtschaft in ihrem Bundesland tätig. Für den Investitionsstandort Rheinland-Pfalz ist die Bürgschaftsbank Rheinland-Pfalz in Mainz zuständig.
Mit der Bürgschaftsvergabe unterstützt die Bürgschaftsbank Rheinland-Pfalz GmbH gemeinsam mit dem Bund und dem Land Rheinland-Pfalz (Rückbürgen) Unternehmen bei der Finanzierung von betriebswirtschaftlich tragfähigen und sinnvollen Vorhaben am Investitionsstandort Rheinland-Pfalz, sofern von Unternehmerseite keine ausreichenden Sicherheiten zur Verfügung gestellt werden können. Gefördert werden Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Handwerksbetriebe, Angehörige freier Berufe und Existenzgründer in Rheinland-Pfalz.

Jahresabschluss

Der Jahresabschluss ist der rechnerische Abschluss eines kaufmännischen Geschäftsjahres. Er stellt die finanzielle Lage und den Erfolg eines Unternehmens fest. Bei Unternehmen, die der Pflicht zur Buchführung unterliegen, sind die Hauptbestandteile des Jahresabschlusses die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung, gegebenenfalls ergänzt um den Anhang und den Lagebericht. Kleine Gewerbetreibende und Freiberufler stellen eine Einnahmenüberschussrechnung auf.
Mit der Auswertung von Jahresabschlüssen befasst sich die Jahresabschlussanalyse von Kreditinstituten. Sie bereitet Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung auf und ermittelt und beurteilt Kennzahlen wie zum Beispiel die Kapitalausstattung, Vermögensaufbau, Rentabilität, Liquidität oder Quotienten für Finanzierung und Investition. Ergänzt um qualitative Faktoren entsteht daraus das Rating eines Unternehmens.

Kontokorrentkredit

Der Kontokorrentkredit ist die auf einem Girokonto befristete, limitierte Überziehungsmöglichkeit zur Überbrückung von kurzfristigen Liquiditätsengpässen. Dieser Kredit ist jederzeit abrufbar und zu jederzeit rückzahlbar.
Die Bank ist verpflichtet, dem Kreditnehmer das Kreditlimit während der Kreditlaufzeit im ungekündigten Fall offen zu halten, während der Kreditnehmer den geschuldeten Zins zu zahlen und – spätestens – bei Fälligkeit die Kontoinanspruchnahme zurückzuführen hat.
Der Kontokorrentkredit wird so genannt, weil er auf einem laufenden Konto eingeräumt wird. Häufigste Art bei Privatpersonen ist der Dispositionskredit. Bei Unternehmen wird der Kontokorrentkredit als sog. Betriebsmittelkredit eingesetzt, um Liquiditätsengpässe, etwa zwischen Gehaltszahlungstermin und Umsatzeingängen, auszugleichen.
Betriebsmittelkredite können auch von der Bürgschaftsbank Rheinland-Pfalz verbürgt werden, hierbei ist die Bürgschaftsquote auf maximal 60 % beschränkt.

Liquidität

In der Betriebswirtschaftslehre ist Liquidität die Fähigkeit eines Wirtschaftssubjekts, seine fälligen Verbindlichkeiten fristgerecht und uneingeschränkt zu begleichen.
Mangelnde Liquidität ist neben einer zu geringen Eigenkapitalquote bzw. Überschuldung die häufigste Insolvenzursache bei Unternehmungen. Liquiditätsmangel tritt häufig überraschend ein, vor allem wenn Unternehmen keinen oder einen unzureichenden Liquiditätsplan erstellen und Zahlungen fällig sind, die mangels ausreichender Liquidität nicht ausgeführt werden können.

Ein Liquiditätsplan ist ein Teilbudget des Finanzplans, der alle ein- und ausgehenden Zahlungsströme des Gesamtbudgets innerhalb der betreffenden Budgetperiode zusammenfasst, und die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens sicherstellen soll. Im Gegensatz zum Kapitalbedarfsplan ist der Liquiditätsplan eine kurzfristige Planung für Zahlungsströme mit einem Prognosezeitraum von weniger als einem Jahr.

Mittelstand/Mittelständische Unternehmen/KMU

Kleine und mittelständische Unternehmen in den Wirtschaftsbereichen Industrie, Handwerk, Handel, Hotel- und Gaststättengewerbe und sonstige Dienstleistungen.
KMU-Definition: Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie Angehörige freier Berufe, die überwiegend für die gewerbliche Wirtschaft tätig sind, die weniger als 250 Personen beschäftigen und bei denen der Jahresumsatz höchstens 50 Mio. Euro oder die Jahresbilanzsumme höchstens 43 Mio. Euro erreicht. Diese Kriterien wurden von der EU-Kommission festgelegt.
Die Bürgschaftsbank Rheinland-Pfalz darf nur Gewährleistungen zugunsten der finanzierenden Banken und Sparkassen übernehmen, wenn das geförderte Unternehmen die KMU-Kriterien erfüllt. Für größere Unternehmen kann die Investitions- und Strukturbank (ISB) Gewährleistungen für die Kreditinstitute übernehmen

Negativmerkmale

Bei in der Vergangenheit bereits vorgekommenen Rücklastschriften, Rückschecks mangels Deckung sowie Wechselprotesten spricht man im Bereich der Kontoführung von Negativmerkmalen. Ebenso werden über die Schufa Negativmerkmale über Kunden an die angeschlossenen Kreditinstitute übermittelt. Neben Standardmitteilungen über neu aufgenommene Kredite und Kontoeröffnungen werden unter anderem auch Mahnbescheide, eidesstattliche Versicherungen und Konkurse angemeldet.
Negativmerkmale wirken sich auf das Rating (Bonitätsbeurteilung) aus und können zur Ablehnung von Kreditanfragen führen. Unternehmen sollten deshalb regelmäßig ihre Bonitätsbeurteilung durch Dritte (z. B. Auskunfteien) überprüfen, um fehlerhafte Merkmale zu eliminieren, denn heute greifen bereits viele Firmen/Dienstleister auf solche Auskünfte zu, um eine belastbare Einschätzung des Vertragspartners sicherzustellen.

Offene Beteiligung

Bei einer offenen Beteiligung werden von einer Beteiligungsgesellschaft, einer Privatperson oder einem Unternehmen Kapitalanteile gehalten, die z. B. im Handelsregister erfasst sind. Durch Einblick in das öffentliche Register kann jeder Berechtigte die Gesellschafterstruktur des jeweiligen Unternehmens erfahren.
Die Beteiligungsgeber bzw. Kapitalinhaber sind Gesellschafter des Unternehmens. Der Gesellschaftsvertrag regelt die Rechte und Pflichten der Gesellschafter im Innenverhältnis. Im Gegensatz zum typisch stillen Gesellschafter (s. u.) kann der Gesellschafter bei unternehmerischen Entscheidungen mitwirken. Zudem regelt der Gesellschaftsvertrag z. B. die Stimmrechte der Gesellschafter oder die Gewinnbeteiligung. Der Gesellschafter partizipiert am Wertzuwachs des Unternehmens entsprechend seinem Beteiligungsanteil. Da diese Anteile nicht an einer Börse gehandelt werden, existiert kein Marktpreis. Zur Wertermittlung der Beteiligung werden Gutachten von Experten erstellt.

Private Equity

Private Equity (außerbörsliches Eigenkapital) ist eine Form des Beteiligungskapitals, bei der die vom Kapitalgeber bereitgestellte Beteiligung nicht an einem geregelten Markt gehandelt wird. Die Kapitalgeber können private und institutionelle Anleger sein; häufig sind es auf diese Beteiligungsform spezialisierte Kapitalbeteiligungsgesellschaften.
In Rheinland-Pfalz wurde 1986 die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft (MBG) als Selbsthilfeeinrichtung der Wirtschaft im Land gegründet. Die MBG erwirbt typisch stille Beteiligungen an mittelständischen Unternehmen in Rheinland-Pfalz mit dem Ziel der Schaffung nachhaltig selbstständiger Existenzen im Rahmen der öffentlichen Förderkonzeption.
Die typisch stillen Beteiligungen stärken die Eigenmittel des Unternehmens, jedoch behält der Unternehmer seine Handlungsfreiheit bei unternehmerischen Entscheidungen. Bei dieser Beteiligungsform partizipiert der Kapitalgeber (hier die MBG) nicht am Wertzuwachs des Unternehmens.

Rentabilität

Unter Rentabilität versteht man das Verhältnis einer Erfolgsgröße (z. B. Gewinn) zum eingesetzten Kapital (Rentabilität = Gewinn / Kapitaleinsatz). Insbesondere die Kapitalrentabilität zeigt an, wie effizient ein Unternehmen mit dem bereitgestellten Kapital umgeht. Viele Unternehmen verwenden die Rentabilität als oberste Ziel- und Steuerungsgröße.
Ein Synonym für Rentabilität ist Rendite, dieser Begriff beschreibt den jährlichen Gesamtertrag einer Kapitalanlage.
Die verschiedenen Arten der Rentabilität unterscheiden sich von den Bezugsgrößen her. Die nachfolgenden Rentabilitätsbegriffe werden am häufigsten benutzt:
Gesamtkapitalrentabilität: Einzahlungsüberschuss in Relation zum gesamten eingesetzten Kapital
Eigenkapitalrentabilität: Einzahlungsüberschuss abzüglich der an die Fremdkapitalgeber abzuführenden Zinszahlungen in Relation zum eingesetzten Eigenkapital
Umsatzrentabilität: Gewinn vor Zinsen in Relation zu den Umsatzerlösen

Sicherheit

Als Sicherheit wird im Kreditgeschäft die mögliche Reduzierung des Risikos aus überlassenen Geldbeträgen oder Eventualverbindlichkeiten verstanden. Sicherheiten werden in der Wirtschaft als allgemeines Instrument der Risikominimierung angesehen. Einige Rechtsgeschäfte bestimmt das Gesetz als Kreditsicherheit: den Eigentumsvorbehalt (§ 449 Abs. 1 BGB), die Bürgschaft (§ 765 Abs. 1 BGB), die Hypothek (§ 1113 BGB) und das Pfandrecht. (§ 1204 BGB).
Kann ein Unternehmen seiner Hausbank keine ausreichenden Sicherheiten für einen Kredit zur Verfügung stellen, so kann über die Hausbank ein Antrag auf eine Ausfallbürgschaft bei der Bürgschaftsbank Rheinland-Pfalz gestellt werden. Mit dieser Bürgschaft können Investitions-, Betriebsmittel- und Avalkredite verbürgt werden. Die Bürgschaftsquote bei Investitionskrediten liegt bei maximal 80 % und bei Betriebsmittel- und Avalkrediten bei maximal 60 % des Kreditbetrags. Derzeit liegt der Bürgschaftshöchstbetrag bei 1,25 Mio. Euro.

Typisch stille Beteiligung/Gesellschaft

Die typisch stille Beteiligung/Gesellschaft stellt keine Rechtsform im gesellschaftsrechtlichen Sinne dar, sondern ist eine Innengesellschaft. Sie wird in den §§ 230–236 HGB geregelt und beschreibt die Beteiligung mit Vermögenseinlagen am Handelsgewerbe eines anderen Unternehmens.

Die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Rheinland-Pfalz mbH (MBG) stellt kleinen und mittleren Unternehmen Eigenkapital in Form von typisch stillen Beteiligungen zur Verfügung. Die MBG ist eine Selbsthilfeeinrichtung der Wirtschaft. Sie beteiligt sich als nicht gewinnorientierte Kapitalbeteiligungsgesellschaft an mittelständischen Unternehmen in Rheinland-Pfalz. Durch haftendes Risikokapital unterstützt die MBG die Finanzierung von Investitionen, Warenlagern, MBIs/MBOs und in geringem Umfang auch von Innovationen. Die Beteiligungshöhe beläuft sich in der Regel auf mindestens 50.000 Euro und kann bis zu 1,00 Mio. Euro betragen.

Unternehmensnachfolge

Als Unternehmensnachfolge versteht man den personellen Wechsel der Unternehmensführung in einem eigentümer- oder familiengeführten Unternehmen.
Nach Schätzung des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn werden bis 2018 in Deutschland jährlich etwa 27.000 Unternehmen zur Übergabe anstehen, weil ihre Eigentümer entweder aufgrund von Alter, Krankheit oder Tod ausscheiden. Etwa die Hälfte davon wird familienintern weitergeführt. Die andere Hälfte sollte sich frühzeitig um einen geeigneten externen Nachfolger umsehen. Die Betriebsberater der IHK sind hierbei sehr geeignete Erstberater.

Verband Deutscher Bürgschaftsbanken e. V. (VDB)

Bei der Finanzierung der Unternehmensnachfolge bietet die Bürgschaftsbank Rheinland-Pfalz Hand in Hand mit der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Rheinland-Pfalz Unterstützung, entweder durch die Stellung von Bürgschaften zugunsten der finanzierenden Hausbank oder durch die Bereitstellung von typisch stillen Beteiligungen (Eigenkapital).
Der Verband Deutscher Bürgschaftsbanken e. V. (VDB) ist die gemeinsame Interessenvertretung der rechtlich und wirtschaftlich selbstständigen Bürgschaftsbanken und der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften in Deutschland. Es gibt 17 Bürgschaftsbanken sowie 14 Mittelständische Beteiligungsgesellschaften, die sich mit ihren Standorten auf die einzelnen Bundesländer verteilen.

Wirtschaftlichkeit

Wirtschaftlichkeit ist im Sinne der Effizienz eine Kosten-Nutzen-Relation. Im Allgemeinen wird damit das Verhältnis aus erreichtem Erfolg und den benötigten Mitteln angegeben. Ziel ist es immer, mit dem geringsten Aufwand einen gegebenen Ertrag zu erzielen bzw. mit einem gegebenen Aufwand den größtmöglichen Ertrag zu erzielen.
Die Formel lautet: Wirtschaftlichkeit = Ertrag / Aufwand; Wirtschaftlichkeit ist gegeben, wenn der Quotient aus Ertrag und Aufwand gleich oder größer 1 ist. Je höher der Wert, desto höher ist die Wirtschaftlichkeit.
Demgegenüber gibt die Rentabilität das Verhältnis aus Erfolg (z. B. Gewinn) und eingesetztem Kapital (z. B. Eigenkapital) an.

Zinsen

Zinsen sind das Entgelt, das der Schuldner dem Gläubiger für vorübergehend überlassenes Kapital zahlt. Die Höhe des Zinssatzes bemisst sich an der Laufzeit und der Zinsbindung des Darlehens. Weiteren Einfluss auf die Höhe des Zinssatzes haben zum Beispiel das Ausfallrisiko des Darlehens und eventuell bestellte Sicherheiten.
Der effektive Jahreszinssatz gibt die jährlichen und auf die nominale Darlehenshöhe bezogenen Kosten (Zinsen) und Gebühren vom Darlehen an. Mithilfe des Effektivzinssatzes können Darlehensangebote effizient verglichen werden. Die Berechnung des Effektivzinssatzes ist gesetzlich in der Preisangabeverordnung (PAngV) geregelt.